- SG Hirschberg / Rosenthal Blankenstein

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1. Mannschaft
Spielberichte
Kreisoberliga Jena / Saale-Orla 2016/2017






SG FSV Hirschberg - SV Moßbach 0:2 (0:1)
Moßbach siegt verdient

Harra. „Wir haben nicht das beste Spiel gemacht, haben uns zu wenig bewegt. Moßbach war in den Zweikämpfen präsenter und siegte verdient.“, so Hirschbergs Trainer Frank Heinisch. Vom Anpfiff weg „kam die SG nichts ins Spiel“, weil die Herzog-Elf die Platzherren in deren Hälfte früh unter Druck setzte, die Räume eng machte und somit immer wieder zu Fehlern zwang. Und im Angriff sorgten Pasold und Krüger mit ihren schnellen Antritten immer wieder für Gefahr. Bereits nach wenigen Sekunden lief Pasold allein auf Kliem zu, umspielte diesen, traf aus spitzen Winkel aber nur das Außennetz. Die Heinisch-Elf hatte Mühe ins Spiel zu finden, da der SVM vor allem im Mittelfeld Zweikampfstärker war und damit die Oberhand behielt. Und die wenigen gut gemeinten Bälle in die Spitze auf Seiten der SG waren zu ungenau. Gefährlicher dagegen die Gäste, die nach einer Unstimmigkeit von Gotschalk und Kliem eine weitere Chance besaßen. Die verdiente Führung erzielte dann Pasold in der 15. Minute, der von Krüger bedient wurde und mit einem Flachschuss Kliem keine Chance ließ. Nur wenig später fast das 0:2, doch Kraus scheiterte nach einem Freistoß an Keeper Kliem und schoss nach einem verhängnisvollen Querpass der SG frei vorbei. Dazwischen gab auf der anderen Seite Hammerschmidt den ersten nennenswerten Torschus ab, der aber übers Tor des kaum geprüften Hoferichter strich. Da waren aber bereits 26 Minuten gespielt. Die beste Chance hatte die SG in der 29. Minute. Hammerschmidt steckte durch zu Gäbelein, dem aber der Ball zu weit vom Fuß sprang. Im Gegenzug wurde eine weitere Moßbacher Chance durch Kraus im letzten Moment geblockt. Trotzdem hatte die Heimelf vor der Pause noch zwei gute Szenen. Kersten konnte sich auf der rechten Seite einmal durchsetzen, aber aus spitzen Winkel verfehlte er das lange Eck knapp. Und beim Querpass von Hammerschmidt brachte Kersten den Ball nicht unter Kontrolle.

Im zweiten Durchgang spielte die SG druckvoller, konnte die Partie offener gestalten. Aber die wenigen Möglichkeiten konnte die Heinisch-Elf nicht nutzen. So verfehlte Gäbelein knapp (46.), scheiterte zweimal Kersten an Torwart Hoferichter und Langes Kopfball strich übers Tor. Mehr ließen aber die Gäste nicht zu, die weiterhin die Räume eng machten, der SG damit den Spielaufbau weiterhin erschwerten und mit langen Bällen immer gefährlich waren. Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung. Aschenbrenner schaltete noch einmal den Turbo ein, ließ drei SG-Spieler stehen und passte quer auf Kraus, der keine Mühe hatte zu vollenden.



FSV Schleiz II - SG FSV Hirschberg 1:4 (0:2)
SG FSV Hirschberg klettert auf Platz 3

Schleiz. Durch einen verdienten Sieg konnte sich die SG Hirschberg auf den 3. Platz in der Tabelle verbessern und hat es jetzt in den letzten beiden Spielen selbst in der Hand, diese Platzierung zu behaupten oder sogar noch zu verbessern. Die Weichen für den dreizehnten Saisonsieg stellte Hammerschmidt mit seinem Doppelpack in der 21. und 22. Minute. Bei der Führung setzte sich Gäbelein über Außen durch, passte zu Wirth und dieser legte für Hammerschmidt auf. Und nur eine Minute später erkämpfte sich Hirschbergs Torjäger kurz vor dem Strafraum den Ball und überwand mit einem Lupfer den im Spielverlauf gut aufgelegten Keeper Hebenstreit. Als Gäbelein in der 64. Minute einen Konter über Müller und Hammerschmidt zum 3:0 abschloss, war die Partie endgültig entschieden. Kurz vor Schluss konnte sich Kersten noch in die Torschützenliste eintragen und für die nie aufsteckenden Rennstädter erzielte Kunte in der letzten Minute den verdienten Ehrentreffer. Am Sonnabend empfängt die SG Hirschberg um 15 Uhr in Harra den SV Moßbach, der ebenfalls noch alle Chancen auf Platz 3 hat.

FC Thüringen Jena - SG FSV Hirschberg 0:0
Nullnummer im Spitzenspiel

Jena. Eine Woche nach dem 1:0 Sieg im Pokal-Halbfinale musste sich die SG Hirschberg an gleicher Stelle im Spitzenspiel mit einem Remis begnügen. Trotz der Nullnummer war es eine bis zum Schluss umkämpfte und spannende Partie, die insgesamt leistungsgerecht endete. „Die Partie war sehr eng. Beide Mannschaften spielten zunächst sehr diszipliniert. Nach dem Wechsel wurde das Spiel offener“, so Frank Heinisch, Trainer der Spielgemeinschaft. Der FC Thüringen Jena übte zunächst mehr Druck aus, kam zu einigen Eckbällen und auch zu gefährlichen Situationen. So musste Torwart Kliem zweimal zupacken. Doch nach einer Viertelstunde kam die SG besser ins Spiel und hatte nach einem Freistoß die erste ernsthafte Torannäherung, nachdem Keeper Oertel daneben griff. Trotzdem hatte Jena die größeren Spieanteile und die besseren Ansätze. So musste Schau (30.) per Kopf klären und Kliem gab sich bei einem Freistoß keine Blöße (45.).Auf der Gegenseite hatte aber auch Wirth dazwischen die Chance zur Führung. Nachdem Wiechert durchsteckte, verfehlte er mit einem Heber den Kasten.

Im zweiten Durchgang spielten beide Mannschaften mit offenem Visier, vor allem die Gäste wagten sich mehr in die Offensive. Zunächst war aber Hirschbergs Keeper gleich nach Wiederanpfiff erneut gefordert. So musste er wieder einen Freistoß entschärfen. Wie zu Beginn übte zunächst Jena mehr Druck aus, zeigte sich aggressiver in den Zweikämpfen und war der Führung näher. Vor allem durch Standards. Aber Wyrowski scheiterte wieder an Torwart Kliem. Ab der 60. Minute wurden die Oberländer stärker. Vor allem Hammerschmidt sorgte für Gefahr, konnte aber drei gute Möglichkeiten nicht verwerten. So köpfte er aus Nahdistanz vorbei, legte sich allein aufs Tor laufend das Streitobjekt zu weit vor und brachte nach Querpass von Gäbelein den Ball ebenfalls nicht im Tor unter. Aber auch der FC Thüringen hatte die Führung noch auf dem Fuß. Aber bei zwei Freistößen von Kowalik parierte Kliem wieder stark. Kurz vor Schluss hatte die Heinisch-Elf noch einmal die große Chance zur Spielentscheidung, doch der an diesem Tag glücklose Hammerschmidt übersah den mitlaufenden Gäbelein, stattdessen suchte er selbst den Abschluss und verfehlte knapp. So blieb es bei einer Punkteteilung, „mit der beide Mannschaften leben konnten, wahrten doch beide Teams damit weiterhin alle Meisterschaftschancen“, so Hirschbergs Trainer.

Kreispokal Halbfinale FC Thüringen Jena - SG FSV Hirschberg 0:1 (0:1)
SG im Finale

Jena. Die SG Hirschberg siegte im Halbfinale beim FC Thürungen Jena nicht unverdient mit 1:0 und steht damit im Finale, wo sie als Pokalverteidiger am 17. Juni in Zöllnitz auf den SV Jenapharm trifft, der sich zuhause gegen den SV Gleistal mit 3:0 durchsetzte. Damit kommt es zu einer Neuauflage des vorjährigen Finale, wo die SG Hirschberg mit 2:1 siegte. In einer von Beginn an umkämpften Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten, hatte der FC Thüringen vor 110 Zuschauern den besseren Start, übte zunächst viel Druck aus und drängte auf eine frühe Führung. Aber Zwingendes sprang nicht heraus. Nach der Anfangsoffensive schwammen sich aber die Gäste ab der 7. Minute immer mehr frei, erarbeiteten sich mehr und mehr Spielanteile und gewannen immer mehr Zweikämpfe. Die Platzherren wussten sich meist nur durch Fouls zu helfen, die zu vielen Freistößen für die Gäste führten. Einen davon jagte Wirth (17.) aus 20 Metern an den Pfosten und bei einem weiteren Freistoß (26.) war Jenas Keeper Oertel auf dem Posten. Ansonsten spielte sich vieles im Mittelfeld ab, auch wenn die SG die besseren Ansätze in der Offensive besaßen. Auf der anderen Seite zeigte sich der starke Hirschberger Defensivverbund sehr kompakt, konnte die Jenaer Angriffe immer wieder entscheidend unterbinden. Jena wurde zwar ab der 35. Minute aktiver, fand aber kaum Mittel, um die Gäste-Abwehr entscheidend zu gefährden. Auf der anderen Seite setzten die Oberländer immer wieder Konter, auch wenn oft die Genauigkeit fehlte. Doch in der 41. Minute sollten sie sich belohnen. Wiechert passte auf Gäbelein und dieser erzielte mit einem Lupfer ins lange Eck die verdiente Führung, die nach der Pause wackelte.

„Nach der Pause fehlte bis auf wenige Ausnahmen die Entlastung. Dies hatten wir vor der Pause besser gemacht. So wurde der Jenaer Druck immer größer, vor allem nach Gelb-Rot für Klaus. Doch mit großen kämpferischen Einsatz und auch mit etwas Glück retteten wir den Vorsprung über die Zeit.“, so Hirschbergs Trainer Frank Heinisch. Denn Jena erhöhte im zweiten Durchgang die Schlagzahl und hatte in der 49. und 64. Minute den Ausgleich auf den Fuß. Doch der starke Torwart Kliem hielt zweimal überragend. Dazwischen hätte aber auch Schau nachlegen können, dem aber nach Zuspiel von Gäbelein ein Lupfer misslang. Und in der 73. Minute verfehlte Gäbelein noch einmal knapp. Ansonsten legte die SG das Augenmerk auf die Verteidigung, die für Trainer Heinisch „Garant für den Sieg war“, die sich mit viel Kampfgeist gegen die wütenden Angriffe der Platzherren stemmte. So bis sich der FC Thüringen immer wieder die Zähne an der kompakten und disziplinierten Gäste-Abwehr aus. Als Klaus in der 74. Minute die Ampelkarte sah, hing der knappe Vorsprung in der Schlussphase am seidenen Faden. Denn Jena warf alles nach vorn, hatte Möglichkeiten, doch die Oberländer mit dem starken Kliem an der Spitze hielten dagegen, warfen sich in jeden Ball und brachten mit großen kämpferischen Einsatz die Führung ins Ziel.

SG FSV Hirschberg - SV Eintracht Camburg 3:0 (1:0)
Matchwinner Schau

Harra. Zufrieden zeigte sich SG-Trainer Frank Heinisch nach dem Spiel. „Es war ein verdienter Sieg gegen einen unbequemen Gegner, obwohl wir in der 1. Halbzeit die Chancen nicht konsequent genutzt haben. Nach der Pause bekamen wir zunächst gegen stärker werdende Gäste keinen Zugriff mehr aufs Spiel, aber mit dem 2:0 war alles entschieden.“ Dabei war Rene Schau Mann des Tages. Er erzielte zwei Treffer selbst und bereitete das dritte Tor vor. Die Heinisch-Elf begann druckvoll und hatte bereits in der Anfangsphase gute Möglichkeiten. Nach einem Gottschalk-Freistoß versprang dem freistehenden Schmitz der Ball (4.) und nahcdem sich Kersten gegen Enders durchsetzte schoss er in guter Position übers Tor (10.). Pech hatte Gottschalk, der in der 12. Minute aus 20 Metern nur die Latte traf. Doch drei Minuten später bereitete er die Führung durch einen Freistoß vor, den Schau aus Nahdistanz einköpfte. Auch wenn bei der SG einige ungenaue Finalpässe nicht zu übersehen waren, hatte sie das Spiel unter Kontrolle, ließ so gut wie nichts zu. Erst in der 20. Minute kam die Eintracht zur ersten zwingenden Offensivaktion, doch der Schuss von Dietzel aus halbrechter Position strich knapp am langen Eck vorbei. Auf der anderen Seite hatte Kersten noch eine gute Chance (32.), doch es blieb bei der knappen, aber verdienten Pausenführung.

Doch Camburg wollte sich nicht geschlagen geben, tat dafür zu Beginn der zweiten Hälfte mehr für die Offensive, wurde druckvoller, konnte die Partie ausgeglichen gestalten. Aber Dietzel konnte zwei gute Möglichkeiten nicht verwerten, wobei er knapp den Kasten verfehlte (57.) in der 68. Minute nach einer Hereingabe von der rechten Seite freistehend den Ball nicht traf. Auf der anderen Seite wurde ein Kopfball von Schmitz abgewehrt (59.), bevor Schau mit dem 2:0 in der 74. Minute für die Vorentscheidung sorgte. Er leitete den Treffer über Außen selbst ein, passte zu Kersten, der wieder auf Schau ablegte und dieser ließ Keeper Rosemann zum zweiten Mal keine Chance. Mit dem 2:0 bekamen die Platzherren das Spiel wieder unter Kontrolle, ließen nichts mehr zu und legten noch einen Treffer nach. Zunächst scheiterte Gäbelein an der Fußabwehr von Rosemann und Wiechert verfehlte mit einem Freistoß aus 18 Metern knapp das Tor. Schließlich war es Gäbelein in der 88. Minute, der die Vorlage von Schau mit einem Schuss aus halblinker Position ins lange Eck zum Endstand verwertete.

SV Gräfenwarth - SG FSV Hirschberg 0:6 (0:4) Kreispokal Achtelfinale

Gräfenwarth. „Großen Respekt an die Gastgeber, bei denen 8 Stammspieler fehlten und die im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein ordentliches Resultat erzielten.“, so Abteilungsleiter Frank Wehrhahn. Trotz des Einsatzes und aller Bemühungen musste sich aber der Kreisligist gegen den Favorit am Ende klar geschlagen geben. SG-Trainer Frank Heinisch zeigte sich auch zufrieden, da „wir von Beginn an über 90 Minuten seriös Fußball spielten, kaum was zugelassen haben und von Beginn an Druck ausübten.“ Bereits in der 3. Minute traf Hammerschmidt den Aussenpfosten. Auf der anderen Seite hätte auch der SVG in Führung gehen können (8.). Einen Freistoß von Zimmermann aus 30 Metern kratzte Keeper Schau aus dem Winkel. Gefährlicher und dominanter war aber der Kreisoberligist, der nach einem Doppelpass mit Hammerschmidt durch Wiechert in Führung ging (14.). Obwohl die Platzherren gut organisiert in der Defensive standen, erzielte Gäbelein nach einem Solo aus spitzen Winkel das 2:0 (25.). Eine Minute später scheiterte Wirth mit einem Strafstoß an Torwart Beiler. Machtlos war er beim dritten Treffer durch Gottschalk, der einen zu kurz abgewehrten Ball ins Tor hämmerte (36.). Endgültig entschieden war die Partie drei Minuten später, als Hammerschmidt mit einem Solo zum Pausenstand für die überlegenen Gäste traf. Mit der klaren Führung im Rücken, ließen es die Saalestädter im zweiten Abschnitt ruhiger angehen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Aber Gräfenwarth konnte dies nicht zur Resultatsverbesserung nutzen, da in der Offensive nichts Zwingendes heraussprang. Stattdessen baute die im zweiten Abschnitt nicht mehr so druckvoll agierende Heinisch-Elf durch einen umstrittenen Strafstoß durch Schröder das Ergebnis aus (58.). Und zwei Minuten später sorgte Kad nach einer Schlafeinlage in der Gräfenwarther Hintermannschaft für den Endstand, in einer sehr fairen Partie, die von Schiedsrichter Schnöckel (Gera) sehr gut geleitet wurde. 

SG FSV Hirschberg - SV Jenapharm Jena 2:1 (1:0)

Hirschberg. Jenapharm war für die SG der erwartete starke Gegner, was die Gäste auch im ersten Abschnitt unter Beweis stellten. Allerdings zogen sich die Platzherren von Beginn an sehr zurück, standen oft zu weit vom Mann weg, überließen Jenapharm meist Ball und Feldanteile. Doch die Pharmer konnten aus diesen Freiheiten kein Kapital schlagen. Gleich in der 2. Minute setzte Niebiossa aus der Distanz ein erstes Achtungszeichen, rettete Keeper Kliem nach einer Tändelei gegen Borger (6.). Die Hausherren, die sich viele Fehlpässe leisteten und oft überhastet wirkten, versuchten es mit Nadelstichen und hatten damit früh Erfolg. Nachdem Wirth (9.) nach einem Steilpass von Gottschalk noch vergab, bediente Schau eine Minute später mit einem mustergültigen Pass Gäbelein, der Witzenhausen im Tor keine Chance ließ. Doch Jenapharm zeigte sich nicht beeindruckt, hatte in der Folge spielerische Vorteile und beste Chancen. Vor allem Gottwald auf der linken Seite war kaum zu stellen, der immer wieder seine Mitspieler in Szene setzte. So traf Niebiossa (13.) die Latte, scheiterte Gottwald nach einer Ecke an Kliem (15.), schoss Neuber (18.) knapp übers Tor. Auf der anderen Seite hatte Hammerschmidt (19.) die große Chance zum 2:0. Nach einem Steilpass von Wirth lupfte er den Ball über den herauslaufenden Keeper, lief hinterher und traf beim Abschluss den Ball nicht richtig. Und auch beim Kopfball von Klaus (35.) nach einem Freistoß von Gottschalk lag ein Treffer in der Luft. Ansonsten waren aber die Jenaer gefährlicher. Nach jeweiliger Vorlage von Gottwald jagten Niebiossa (28.) und Borger (40.) den Ball aus Nahdistanz übers Tor. So wurden mit einer etwas glücklichen Führung der SG die Seiten gewechselt.

Nach der Pause zeigte sich die Heinisch-Elf offensiver, entwickelte mehr Druck nach vorn, war auch in den Zweikämpfen präsenter. Doch beste Chancen ließen die Hausherren ungenutzt. Hammerschmidt (48.) lupfte den Ball über den Torwart, aber auch übers Tor. Nach einem Querpass von Hammerschmidt schoss Schau (50.) etwas in Rücklage den Ball übers leere Tor, scheiterte Hammerschmidt (53.) am Keeper. Stattdessen der Ausgleich durch Witt (55.), der mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern traf. Fast danach die Führung der Gäste. Eine verunglückte Flanke entwickelte sich zum Torschuss und verfehlte knapp das Tor. Ansonsten hatte die SG jetzt mehr Spielanteile und war der Führung näher. Doch Hammerschmidt (69.) legte sich den Ball zu weit vor und schoss allein aufs Tor laufend den Ball in die Arme von Witzenhausen (78.). Aber die ständigen Bemühungen und die Willensleistung der Hausherren wurden kurz vor Schluss noch belohnt. Seidel (86.) erzielte nach einem groben Abwehrfehler der Pharmer den umjubelten Siegtreffer.

SG TSV 1860 Ranis - SG FSV Hirschberg 0:0

Im Kampf um die Meisterschaft ließ die SG Hirschberg zwei wertvolle Punkte liegen. Es war insgesamt kein gutes Spiel was die Oberländer in der Burgstadt ablieferten, wie Trainer Heinisch einschätzte. Dennoch ergaben sich vor der Pause immer wieder ein paar gute Ansätze und Torsituationen, doch die Heinisch-Elf war nicht konsequent genug. Nach der Pause kam Hirschberg besser ins Spiel und hatte auch gute Chancen. Doch es fehlte diesmal die Durchschlagskraft. Die größte Chance hatte Gottschalk auf dem Fuß. Aber er scheiterte mit einem Strafstoß an Keeper Stöpel. Danach bekam das Gäste-Spiel einen Bruch, es lief so gut wie nichts mehr zusammen. Die SG Ranis bekam dadurch Oberwasser und war bis zum Schluss der Führung sogar näher. Aber auch sie spielten verheißungsvolle Angriffe schlecht aus, so dass es beim torlosen Remis blieb.

SV 1910 Kahla II - SG FSV Hirschberg 0:8 (0:4)
Kantersieg für die SG Hirschberg

Kahla. Einen Kantersieg konnte die SG Hirschberg bei der Landesklassenreserve in Kahla feiern. Mit 8:0 fegte die Heinisch-Elf den SV 1910 förmlich vom Platz. Den Torreigen eröffnete Hammerschmidt bereits in der 5. Minute. Nach einem Pass von Fritzsche aus der Tiefe überlupfte er Kahlas Keeper. Nur eine Minute später war Hammerschmidt Vorlagengeber für das 2:0 durch Wirth. Die Platzherren zwar in der Folge bemüht, sich ins Spiel zurück zu kämpfen, doch richtig gefährlich wurde es für Keeper Kliem nicht. „Bis auf die ein oder andere Halbchance sprang für Kahla nichts zwingendes heraus. Torwart Kliem ließ sich aber nicht überraschen, wurde nicht ernsthaft geprüft und musste sich kaum lang machen.“, so Hirschbergs Trainer. Der sah weiter „eine sehr diszipliniert“ spielende Gäste-Mannschaft, „die den Gegner durch das Pressing immer wieder zu Fehlern zwang und sich konsequent im Abschluss zeigte.“ Beim 3:0 war wieder Hammerschmidt auf der linken Seite nicht zu halten. Seinen Querpass verwandelte Kersten (29.). Als Schmitz kurz vor der Pause nach einem Lupfer das 4:0 erzielte, waren bereits zu diesem Zeitpunkt alle Messen gelesen. Dennoch zeigten sich die Oberländer auch im zweiten Abschnitt weiter torhungrig und taten was fürs Torverhältnis. Nach einem Solo von der Mittellinie spielte Hammerschmidt noch den Torwart aus und markierte den fünften Treffer (54.). Immer wieder über die beiden Außen waren die Gäste gefährlich und erarbeiteten sich Chance um Chance. Diesmal setzte sich Müller auf der rechten Seite durch, passte auf Wirth, der mit einem Querpass Gäbelein bediente – 6:0 (72.). Danach baute Gottschalk mit einem indirekten Freistoß das Ergebnis aus. Den Schlusspunkt setzte Seidel in der 86. Minute, der einen Abraller vom Keeper, nachdem Kersten scheiterte, versenkte.

SG FSV Hirschberg - SV Gleistal 90 2:1 (0:1)
SG Hirschberg dreht Partie in der Schlussphase

Harra. Durch einen Doppelschlag von Gottschalk und Hammerschmidt konnte die SG Hirschberg in der Schlussphase das Spiel drehen und eine Niederlage noch abwenden. Insgesamt ist der Dreier etwas glücklich, aber auch nicht unverdient. Denn die SG hatte insgesamt ein Chancenplus, auch wenn die Gäste nach der Pause es verpassten, ebenfals für die Entscheidung zu sorgen. Die Anfangsphase gehörte aber den Hausherren, die engagiert und druckvoll begannen. Bereits in der 3. Minute hatte Hammerschmidt die Führung auf dem Fuß, doch seinen Schuss ins lange Eck meisterte Torwart Kun. Statt der Führung folgte in der 11. Minute die kalte Dusche. Nach einem Konter erzielte Rosenhan die Gleistaler Führung. Doch die Heinisch-Elf suchte die sofortige Antwort, hatte auch gute Ausgleichschancen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. So schoss Gäbelein (19.) nach Pass von Gottschalk übers Tor, zeigte sich Kun auf den Posten beim Schuss von Hammerschmidt aus spitzen Winkel (31.), wurde Hammerschmidt nach Zuspiel von Wirth zu weit abgedrängt (35.), schoss Seidel (36.) frei aus 14 Meter vorbei und auch Gäbeleins (39.) Lupfer brachte nicht den erwünschten Erfolg.

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie aber spielerisch schwächer. Auf beiden Seiten häuften sich die Fehlpässe. Dennoch hätten die Gäste bis zur 75. Minute alles klar machen können. Aber sie schossen aus guten Positionen (47., 52.) drüber oder vorbei. Dann vergaben sie einen Konter in Überzahl durch Frenz und scheiterten mit einer Ecke am Pfosten. Aber auch die SG blieb immer gefährlich. In der Schlussphase mobilisierten die Oberländer noch einmal alle Kräfte und bewiesen eine tolle Moral. Dennoch fiel der Ausgleich in der Entstehung etwas glücklich. Ein Flachpass von Gottschalk von Außen fand keinen Abnehmer. Stattdessen landete das Leder zur Freude der Hirschberger im langen Eck im Tor (81.). Und zwei Minuten später wuchtete Hammerschmidt eine Hereingabe von Wirth aus Nahdistanz direkt in die Maschen. Aber die Gäste warfen in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorn und hatten in der Nachspielzeit die große Chance zum Ausgleich. Doch Torwart Kliem kratzte nach einer Ecke einen Kopfball unter der Latte heraus und rettete seiner Elf den umjubelten Dreier. Hirschbergs Trainer Frank Heinisch: „Es war ein verdienter Sieg aufgrund der Chancenvorteile, auch wenn Gleistal nach der Pause ebenfalls für die Entscheidung hätte sorgen können. Für uns war es nicht einfach, da die Vorbereitung nicht optimal war und wir nicht wussten, wo wir stehen.“

13. Spieltag SG FSV Hirschberg 7 Rosenthal Blankenstein - FV Rodatal Zöllnitz 0:0
Gerechte Punkteteilung

Harra. Zum Auftakt der Rückrunde konnte sich die SG für die klare Hinspielniederlage nicht revanchieren und musste sich mit einem torlosen Remis zufrieden geben. „Insgesamt ist aber das Ergebnis gerecht, auch wenn wir zu Beginn mit dem verschossenen Strafstoß durch Lange und kurz vor Schluss durch Fritzsche große Chancen liegengelassen haben. Aber auch Zöllnitz hatte seine Möglichkeiten“, so Hirschbergs Trainer Frank Heinisch nach dem Spiel. Auch wenn die Zuschauer keine Tore bejubeln konnten, sahen sie eine temporeiche und spielerisch gutklassige Partie, die bereits in der 6. Minute den ersten Aufreger besaß. Nach einem Konter konnte Kersten im Strafraum nur durch Foul gestoppt werden. Lange konnte zwar Torwart Knefelkampf verladen, schoss aber den Ball am Tor vorbei und vergab die große Chance zur Führung. Das stachelte die Gäste an, die von Beginn an unterstrichen, warum sie in dieser Saison um die Meisterschaft mitspielen. Zöllnitz ließ den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen, zeigte die bessere Spielanlage und war auch etwas gefährlicher. So setzte Salewski (11.) eine erste Duftmarke, dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde. Nach dieser kam Salzmann frei zum Kopfball, aber Kliem lenkte den Ball über die Latte. Kliem war auch wenig später zur Stelle, nach einem von der Mauer abgefälschten Freistoß von Strobel. Ansonsten spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab, da beide Abwehrreihen sehr sicher standen. Die SG hielt gut dagegen, doch im Spiel nach vorn waren doch einige Ungenauigkeiten nicht zu übersehen. Es fehlte den Pässen in die Spitze die Präzission. So sprang für die Platzherren nichts Zwingendes heraus.

Daran änderte sich auch im zweiten Abschnitt so gut wie nichts. Zöllnitz weiter mit der reiferen und technisch besseren Spielanlage und gleich nach Wiederanpfiff mit zwei guten Möglichkeiten. Aber Kliem lenkte eine Verlängerung um den Pfosten und hatte Glück, als die Gäste aus Nahdistanz übers Tor schossen. Die Heinisch-Elf hatte zwar auch den einen oder anderen Ansatz, doch erst in der 85. Minute die große Chance Chance zur Spielentscheidung. Fritzsche lief allein aufs Tor, statt selbst den Abschluss zu suchen, wollte er quer legen und scheiterte an Torwart Knefelkamp. So blieb es bei der Punkteteilung, die am Ende leistungsgerecht war und mit der sich beide Mannschaften auch zufrieden zeigten.

11. Spieltag SV Moßbach - SG FSV Hirschberg/Blankenstein 2:3 (1:2) (Bericht Mario Streit/SV Moßbach)
Fußball Männer, Kreisoberliga: Nach zwei verschossenen Elfmetern muß sich Moßbach über die Niederlage nicht wundern

Moßbach. Auch wenn Trainer Herzog am Ende die Vorbereitung einiger Spieler in der Kirmesnacht in Frage stellte, kann man seinem Team mangelnden Einsatz nicht vorwerfen. Das Problem waren die vergebenen Hundertprozenter durch Wieduwilt, der es zu kompliziert machte, dennoch zum Schuß kam, aber in Torhüter Kliem den Sieger sah (4.), genauso wie Jäger, dessen Kopfball der bestens aufgelegte Gästekeeper stark parierte (7.). Statt einer 2:0-Führung gabs die kalte Dusche. Der pfeilschnelle Hammerschmidt zeigte allen die Hacken, paßte nach innen, wo Kersten am kurzen Eck zur Stelle war: 1:0 (20.) "Damit haben wir die Gäste natürlich in eine komfortable Situation gebracht" ärgerte sich Herzog, der kurz vor dem Anpfiff den Ausfall des schnellen Rocktäschels beklagen mußte und stattdessen Angriffsmotor Köhler nach hinten beorderte. Mit einem starken Reflex rettete Keeper Wolfram gegen Hammerschmidt, der aus Nahdistanz abziehen konnte (25.). In der rassigen und gutklassigen Partie drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Doch bei Kopfbällen von Jäger und Pribitny waren der Querbalken (28.) und ein starker Reflex des Keepers (29.) im Weg. Zwei Minuten später dann Jubel bei der Herzog-Elf, als Pribitny nach einer Ecke aus 20 Metern draufhielt und Schaub mit der Hacke dem Ball eine andere Richtung gab (31.). Jäger hätte gleich einen draufsetzen können, scheiterte aber mit seinem schwach geschossenen Elfer an Kliem (35.). Stattdessen holte sich die Heinisch-Elf die Führung zurück. Moßbach, nach der Verletzung von Pasold gerade in Unterzahl, sah erneut nur hinterher, wie Hammerschmidt Kersten in Szene setzte, der den Ball abgezockt ins Tor legte (40.). Da Jäger vom Punkt versagte, hieß es in der 45. Minute "Chefsache". Köhler nahm sich den Ball beim zweiten Elfer und schoß Kliem genau in die Fänge.

Die zweite Hälfte erreichte nicht mehr die Intensität des ersten Umlaufs. Die SG jetzt reservierter und auf den entscheidenden Gegenzug lauernd, verstärkte die Defensivarbeit, ließ kaum noch zwingende Chancen der jetzt körperlich immer mehr abbauenden Gastgeber zu. Kraus` Schuß landete neben dem Pfosten (48.) und auch Jäger köpfte nach guter Flanke von Schaub nur daneben (65.). Mit einer Kopie der ersten beiden Treffer sorgten die immer in Lauerstellung befindlichen Gäste in der 71. Minute für die Entscheidung. Hammerschmidt und Kersten hießen die Stationen, bis der Ball im Tor lag. Zwar mühte sich die Herzog-Elf weiter, doch Zwingendes blieb aus. Bis zur Nachspielzeit, in der sich Kraus gegen drei Spieler durchmanövrierte, Pribitny bediente, der am kurzen Pfosten zum 2:3-Endstand traf.

Noch lange nach dem Abpfiff saß ein enttäuschter Jens Herzog auf seinem Hocker allein am Spielfeldrand: "Einige Spieler standen sich heute selbst im Weg, waren zu verkrampft. Leider konnten wir dadurch in der zweiten Hälfte nicht mehr den Angriffsschwung der letzten Spiele entwickeln".


Fazit: Ein packendes Kirmesspiel sah in der SG Hirschberg/Blankenstein einen insgesamt nicht unverdienten Sieger. Hervorzuheben das Duo Hammerschmidt/Kersten, dessen Gefährlichkeit jedoch hinlänglich bekannt war. Bedenklich: wie in keinem bisherigen Vergleich zuvor, wurden beiden Räume gegönnt, konnten sie teils nach Belieben durch die Reihen der Gastgeber spazieren.

Trotz der Niederlage ist die Herzog-Elf noch immer gut im Geschäft, hat sie doch schließlich gezeigt, daß sie trotz einiger Unzulänglichkeiten mit jedem Gegner aus der Spitze mithalten kann. Wenn der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, geht es am kommenden Wochenende erneut in Moßbach gegen die Kahlaer Landesklassenreserve.

Mario Streit


Statistik:

Aufstellung Moßbach:

Wolfram, Schaub (76. Weiß), Neundorf, Aschenbrenner, Köhler, Jäger, Güdter, Kraus, Pasold (45. Hoffmann), Pribitny, Wieduwilt (70. Plietzsch)

Aufstellung SG Hirschberg/Blankenstein:

Kliem, Fritsche, Lange, Schröder (90. Kad), Gottschalk, Meinhold, Müller, Rzoska, Wirth (79. Seidel), Hammerschmidt, Kersten


Schiedsrichter: Linda Thieme (Knau)


Zuschauer: 83


Tore:

0:1 Kersten (20.)

1:1 Schaub (31.)

1:2 Kersten (40.)

1:3 Kersten (71.)

2:3 Pribitny (90.+3)

Kreispokal SV Fortuna Gefell - SG FSV Hirschberg 0:2 (0:0)

Gefell. Der Pokalverteidiger wurde zwar seiner Favoritenrolle gerecht und zog insgesamt verdient in die nächste Runde ein, tat sich aber gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Gefeller Mannschaft sehr schwer, die dem Favoriten einen großen Kampf lieferte und sich sehr achtbar schlug. Vor knapp 200 Zuschauern begann die SG in einer intensiven Partie druckvoll, konnte aber in den ersten Minuten Chancen nicht nutzen. So scheiterte Gäbelein am bestens aufgelegten Torwart Schubert, wurde Hammerschmidts Solo im letzten Moment gestoppt, scheiterte Gottschalk per Freistoß wieder an Schubert. Da das frühe Gäste-Tor ausblieb, konnte sich nach zehn Minuten die Fortuna immer besser auf das SG-Spiel einstellen. Mit aggressivem Zweikampfverhalten zerstörte der Kreisligist immer wieder den Spielaufbau der Heinisch-Elf, der es aber auch mit fortlaufender Spielzeit an spielerischen Ideen fehlte, um das Abwehrbollwerk zu knacken. Dazu vernachlässigten die Saalestädter das Spiel über die Außen, fehlte es im Spiel nach vorn an Tempo. Dennoch hatte die SG gute Chancen. Aber Müller (16.) schoss im Nachschuss übers Tor, nachdem Gäbelein an Schubert scheiterte. Schröder setzte einen Kopfball nach einem Gottschalk-Freistoß übers Tor (20.) und auch Hammerschmidt konnte mit einem Drehschuss Schubert nicht bezwingen. Da waren aber bereits 42 Minuten gespielt. Dazwischen suchte aber auch der Kreisligist jede Möglichkeit, um mit Nadelstichen selbst für Gefahr zu sorgen. Das erste gefährliche Achtungszeichen setzte Kolb (24.) mit einer Freistoßeingabe, der mit einem weiteren Freistoß kurz vor der Pause knapp das Tor verfehlte.

Auch im zweiten Abschnitt konnte sich der Favorit spielerisch nicht steigern, blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten und lange Zeit ohne zwingende Chancen, So wurde die Fortuna kaum in Verlegenheit gebracht, die in der 64. Minute die große Chance zur Führung hatte. Nach einem Konter lief Beier auf der linken Seite allein auf Kliem zu, der mit einer starken Fußabwehr den Einschlag verhinderte. Erst danach wurde der Kreisoberligist wieder aktiver, probierte es aber oft mit der Brechstange. So waren nur zwei Freistöße von Gottschalk gefährlich (66., 69.), bis Hammerschmidt (77.) mit einem Heber nach Zuspiel von Gottschalk doch zur Führung traf. Kersten per Kopf nach Freistoß von Gottschalk sorgte in der Schlussminute für die Entscheidung.

9. Spieltag SV Hermsdorf - SG FSV Hirschberg 1:0 (0:0)

Hermsdorf. Nach fünf Siegen in Folge musste die SG Hirschberg im Ligaalltag wieder eine Niederlage hinnehmen. Beim abstiegsgefährdeten SV Hermsdorf unterlagen die Oberländer mit 0:1. „Dabei war mehr drin, hätten nicht verlieren müssen“, so Trainer Frank Heinisch. Aber die Gäste entwickelten vor der Pause zu wenig Druck. In einer verteilten Partie war für die Hirschberger trotz guter Ansätze meist am Strafraum Endstation, fehlte der Zug zum Tor. So gab es kaum zwingende Möglichkeiten, spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Denn auch die Platzherren zündeten kein Offensivfeuerwerk, legten erst einmal Wert auf die Defensive um nicht in die Konter zu laufen. Und wenn was aufs Tor kam, ließen sich Keeper Kliem wie sein Gegenüber Tirpitz nicht überraschen.

Erst nach dem Wechsel wurde die Partie etwas lebhafter, vor allem die Gäste spielten jetzt zielstrebiger und kamen zu guten Chancen. So traf nach einem Freistoß von Gottschalk Hammerschmidt per Kopf nur die Latte. Auch Kersten hätte die Führung erzielen können, doch sein Kopfball aus bester Position landete nur in den Armen von Tirpitz. Als Hammerschmidt durch war, konnte er in Höhe des Strafraumes nur durch Foul gestoppt werden. Aber der Freistoß landete nur in der Abwehrmauer der Hermsdorfer. Die Führung für die Heinisch-Elf wäre Mitte der zweiten Halbzeit verdient gewesen. Denn von den Platzherren kam weiterhin nicht viel, sie waren hauptsächlich darauf bedacht nicht zu verlieren. Aber die Hermsdorfer hatten noch einen spielerischen lichten Moment und kamen noch zum unerhofften Siegtreffer. Als die letzten zehn Minuten anbrachen, profitierten sie von einem Ballverlust der Gäste im Mittelfeld. Sie schalteten schnell um. Der Ball kam über wenige Stationen nach einem Querpass zu Herzig, der mit einem Heber über Torwart Kliem ins lange Eck das Siegtor erzielte (80.). Die Spielgemeinschaft versuchte zwar in der verbleibenden Spielzeit noch einmal alles, um wenigstens noch einen Zähler zu retten, aber ihre Ausgleichsbemühungen wurden erschwert, da sie wegen einer Ampelkarte für Gäbelein in den letzten Minuten in Unterzahl spielen musste. So blieb es bei der aus Sicht der Gäste vermeidbaren Niederlage. Dadurch musste die SG Platz 2 in der Tabelle wieder abgeben. Hermsdorf dagegen bleibt trotz des zweiten Saisonsieges auf den vorletzten Platz.

8. Spieltag SG FSV Hirschberg / Rosenthal Blankenstein – FC Thüringen Jena 1:0 (0:0)
SG Hirschberg gewinnt Spitzenspiel

Harra. Die SG Hirschberg hat das Spitzenspiel knapp mit 1:0 gewonnen und sich dadurch auf den 2. Platz in der Tabelle verbessert. Es sah schon alles nach einer Nullnummer aus, als Wirth in der 89. Minute nach Flanke von Kranz den Ball über Torwart Oertel zum umjubelten Siegtreffer ins Tor spitzelte. Insgesamt ist der Sieg der Hausherren in der Entstehung und ob des Zeitpunkts etwas glücklich, aber nicht unverdient, da sie von den wenigen beiderseitigen Chancen, die etwas besseren besaßen. Doch von den Spielanteilen her, wäre ein Remis gerecht gewesen. Es war von Beginn an eine intensive und umkämpfte Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Der FC Thüringen zwar mit mehr Ballbesitz und spielerischen Vorteilen, doch die ersten klaren Chancen hatte die SG. Nach Ecke von Gäbelein scheiterte Hammerschmidt an Oertel (4.) und Wirth am Pfosten (6.). Nach 15 Minuten kam die Heinisch-Elf besser ins Spiel, besser in die Zweikämpfe, auch wenn bei manchen Aktionen die Ruhe am Ball fehlte. So blieben gute Ansätze nach vorn meist wirkungslos. Die Gäste dagegen hatten in der 25. Minute ihre erste klare Chance. Eine Eingabe von Arndt jagte Menzel knapp vorbei. In der 40. Minute holte Hammerschmidt nach einem Konter einen Freistoß heraus, den er aber selbst knapp neben das Tor setzte.

Kurz vor der Pause noch eine Schrecksekunde für die SG. Nachdem Herold an Kliem scheiterte, stand beim Nachschuss Wyrowski im Abseits, sodass dem Treffer die Anerkennung versagt blieb. Besser aus den Kabinen kam die SG. Wirth schickte Hammerschmidt steil, doch er scheiterte an der Glanztat von Oertel, der den Ball per Fuß noch zur Ecke lenkte (48.). Und nach dieser traf Wirth in bester Position den Ball nicht richtig. In der Folge wog die Partie hin und her, auch wenn die großen Torraumszenen fehlten. Doch mit zunehmender Spielzeit investierten die Jenaer etwas mehr. Sie wollten den Dreier und hatten auch ein paar gute Ansätze, doch im Abschluss waren sie nicht zwingend genug. So verfehlte Schlenzig das Tor mit einer Direktabnahme, war der zu schwache Abschluss von Wyrowski für Kliem keine Gefahr. Auf der anderen Seite versuchten es die Platzherren immer wieder über Hammerschmidt, aber auch im fehlte die Durchschlagskraft, so ließ sich Oertel nicht überraschen. So pendelte sich das Spiel auf ein torloses Remis ein, bis die SG Hirschberg einen letzten Angriff startete und Wirth seine Farben doch noch jubeln ließ. SG-Trainer Frank Heinisch sprach nach dem Spiel „von einer Partie auf Augenhöhe, mit spielerischen Vorteilen für die Jenaer und einem glücklichen Sieg für die SG. Über ein Remis hätte sich auch keiner beschwert.“



Landespokal Achtelfinale SG FSV Hirschberg / Rosenthal Blankenstein – SC 03 Weimar 1:4 (0:1)

Hirschberg. Die SG Hirschberg musste im Achtelfinale des Landespokals die Segel streichen. Gegen den SC 03 Weimar hieß es am Ende 1:4. Das Ergebnis entspricht nicht ganz dem Spielverlauf und dem Chancenverhältnis. Denn die Saalestädter hielten von Beginn an mit einer starken Leistung dagegen und konnten die Partie gegen den Favoriten bis zum Schluss offen halten. So war auch Trainer Frank Heinisch mehr als zufrieden über die Leistung seiner Elf. “Die Mannschaft hat gekämpft und alles gegeben und sich erhobenen Hauptes aus dem Landespokal verabschiedet. Mit einem bisschen Glück wäre sogar noch mehr drin gewesen. Dennoch hatte Weimar Vorteile im Athletikbereich und bei Standards“, so Hirschbergs Coach. Die Platzherren zeigten von Beginn an wenig Respekt vor den zwei Klassen höher spielenden Goethestädtern und spielten befreit auf. Bereits in der 8. und 10. Minute hatte Hammerschmidt gleich zweimal die Führung auf dem Fuß, wurde im letzten Moment geblockt und verfehlte knapp. Und auch Rzoskas Schuss war nicht ungefährlich. Weimar benötigte einige Zeit, um besser ins Spiel zu finden. Sie konnten ab der 20. Minute das Spiel mehr an sich reißen und kamen ebenfalls zu ersten Chancen. So wurde ein Freistoß von der SG-Abwehr gerade noch geblockt (35.) und in der 39. Minute zeigte Torwart Kliem eine starke Reaktion. Zwei Minuten später hätte Hammerschmidt erneut die SG-Führung erzielen können. Gäbelein steckte durch, doch der Ball ging knapp am langen Eck vorbei. Stattdessen fiel in der 43. Minute die Führung für Weimar. In der SG-Abwehr stimmt die Zuordnung nicht, zumal nicht konsequent geklärt wurde. Hummel nutzte das aus und traf aus 18 Metern.

Und die Gäste wollten zu Beginn der zweiten Halbzeit nachlegen, sie erhöhten den Druck. Doch sie verfehlten knapp (47.) und scheiterten an der starken Fußabwehr Kliems (50.). Als erneut die Zuordnung bei der SG nicht stimmte, wurde Rosenhahn zentral bedient, der das 2:0 erzielte (53.). Aber die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen und machten nur vier Minuten später die Partie wieder spannend. Nach einem langen Ball in die Schnittstelle verschätzte sich Weimars Keeper, Hammerschmidt spritzte dazwischen und erzielte den verdienten Anschluss. Die Partie war in der Folge wieder offen. Die Heinisch-Elf zwang den SC 03 zu Fehlern und hatte die große Chance zum Ausgleich. Hammerschmidt scheiterte an der starken Fußabwehr Feuersteins (65.). Danach waren beide Mannschaften weiter bemüht, aber es passierte vor beiden Toren so gut wie nichts. Erst in der Schlussphase ging es noch einmal hoch her und der Landesligist konnte sich schließlich durchsetzen, benötigte aber dazu zwei Foulstrafstöße (83., 90.). War der Erste nach einem Zweikampf mit Rzoska umstritten, war der Zweite, als Meinold einen Tick zu spät kam, klar. Beide Male behielt Hummel die Nerven und sorgte für die Entscheidung.


Nachholspiel 2. Spieltag SG FSV Hirschberg / Rosenthal Blankenstein  – FSV Schleiz II 2:0 (1:0)

Hirschberg. Durch einen glanzlosen aber insgesamt verdienten Sieg konnte sich die SG Hirschberg auf Platz 2 in der Tabelle der Kreisoberliga verbessern. Besser in diese Partie kamen aber die Gäste, die in der Anfangsphase mehr Ballbesitz besaßen und durch Eichelkraut (5.) fast die Führung erzielten. Sein Schuss ging zwar über den zu weit vorm Tor stehenden Schau, doch auch über den Kasten. Die SG benötigte eine gewisse Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden und kam eher durch Zufall zu ersten Möglichkeit. Eine Bogenlampe von Finke landete auf der Lattenoberkante (11.). Doch mehr und mehr riss die Heinisch-Elf über Ballbesitz die Partie an sich und hatte in der Folge gute Chancen, um in Führung zu gehen. So schoss Kersten nach einer Freistoßflanke von Gottschalk übers Tor (16.), zeigte sich Keeper Blöthner bei einem Gottschalk-Freistoß auf den Posten (25.). Die klarsten Möglichkeiten hatte aber im Anschluss Hammerschmidt, der nach einer Hereingabe von Kersten an der starken Reaktion Blöthners scheiterte (27.) und in der 35. Minute nach einer Hereingabe von Gottschalk zweimal freistehend den Ball nicht richtig traf. Dazwischen fast die Führung bei den sporadischen Kontern des FSV (29.), der aber nach einer Freistoßflanke eine Unstimmigkeit in der SG-Abwehr nicht nutzen konnte. Die Führung für die Platzherren fiel dann in der 44. Minute. Nach Foul an Hammerschmidt im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Gottschalk ließ sich die Chance nicht entgehen. Bitter für die Gäste, so kurz vor der Pause in Rückstand zu geraten.

Und es sollte für den Aufsteiger noch schlimmer kommen. Denn kurz nach Wiederbeginn nahm Schröder aus über 20 Meter Maß und sein Ball landete zum 2:0 im Winkel. Für den guten Blöthner gab es da nichts zu halten. Damit war eine Vorentscheidung gefallen, zumal die SG in der Folge die Partie ohne spielerisch zu glänzen kontrollierte und nichts mehr anbrennen ließ. Hammerschmidt hatte sogar nach einem Steilpass den dritten Treffer auf dem Fuß, doch er verfehlte knapp das Tor (62.). Ansonsten begnügte sich die SG bis zum Schluss auf das Halten des Vorsprungs, obwohl sie noch einige gute Ansätze nach vorn hatte. Doch beim Finalpass fehlte die Genauigkeit. So sprang zwingendes nicht mehr heraus. Auf der anderen Seite war von Schleiz im zweiten Abschnitt bis auf zwei harmlose Schüsse von Conrad in der Offensive nichts zu sehen. Die Rennstädter taten einfach nach vorn zu wenig, um das Spiel noch einmal spannend zu machen oder diesem sogar noch eine Wende zu geben.

7. Spieltag SG FSV Hirschberg / Rosenthal Blankenstein – Post SV Jena 6:0 (3:0)
SG überrollt den Aufsteiger aus Jena

Harra. Kaum hatte Schiedsrichter Höfer (Greiz) die Partie angepfiffen, war sie auch schon entschieden. Denn die SG überrollte förmlich in den ersten Minuten den Aufsteiger und sorgte früh für klare Verhältnisse. Dabei kam der SG das Abwehrverhalten der Post-Elf entgegen. Sie verteidigte sehr hoch und wurde mit langen Bällen über die Außen ausgehebelt. Kersten setzte sich auf der rechten Seite durch, bediente Wirth, der zur frühen Führung vollendete (3.). Zwei Minuten später leistete Gäbelein auf links die Vorarbeit und Kersten war der Vollstrecker. Das Tor des Tages fiel in der 10. Minute. Mit dem Rücken zum Tor nahm Wirth den Ball in halbrechter Position an. Da er keine Anspielstation hatte, entschloss er sich zu einem Fallrückzieher, der sich genau ins lange Eck zum 3:0 senkte. Danach ließ die Heinisch-Elf die Gäste auch etwas mitspielen, ohne die Kontrolle des Spiels zu verlieren. Wirth (18.) nach Vorlage Hammerschmidts und Finke (25.) nach Zuspiel Gäbeleins scheiterten an Jenas Keeper Markert. Den ersten gefährlichen Torschuss gab die Post-Elf in der 35. Minute durch Duggert ab, doch Kliem zeigte sich auf den Posten. Fünf Minuten später hatten die Gäste durch Langner noch eine gute Möglichkeit, aber er verpasste die Eingabe von Duggert knapp. Auf der anderen Seite hätten die Platzherren noch vor der Pause nachlegen können. Aber Hammerschmidt traf aus der Drehung nur den Pfosten und nach Foul an Hammerschmidt im Strafraum schoss Finke den fälligen Strafstoß übers Tor.

Nach Wiederbeginn tat sich auf beiden Seiten lange Zeit nichts. Die Platzherren ruhten sich auf ihrer Führung auf. Jena zwar um Resultatsverbesserung bemüht, doch Zwingendes sprang nicht heraus. Nur Duggert (58.) kam zum Abschluss, der aber Kliem keine Probleme bereitete. So plätscherte die Partie bis zur 66. Minute dahin. Gäbelein traf mit einem Heber über Markert hinweg den Pfosten und den Abpraller drückte Kersten über die Linie. Dann hatte Duggert den Ehrentreffer auf dem Fuß. Er setzte sich gegen zwei Hirschberger durch, verfehlte aber knapp (73.). Das war die größte Jenaer Chance im gesamten Spiel. In der Schlussphase zogen die Oberländer das Tempo noch einmal an und bauten das Ergebnis durch zwei Treffer von Hammerschmidt noch aus, der dabei von Rausch und Schau jeweils mit Doppelpässen durch die Mitte mustergültig bedient wurde.

6. Spieltag SV Jenapharm Jena – SG FSV Hirschberg 0:2 (0:1)


Jena. „Eine starke Abwehrleistung, eine disziplinierte Spielweise und mannschaftliche Geschlossenheit waren ausschlaggebend für den Sieg“, so das Fazit von Hirschbergs Trainer Frank Heinisch, der mit gemischten Gefühlen die Reise nach Jena antrat. Denn er musste auf einige Akteure verzichten, saß selbst als Wechselspieler auf der Bank, konnte aber wieder auf Torjäger Hammerschmidt zurückgreifen, der seine Qualitäten gleich wieder unter Beweis stellte. Die spielbestimmende Mannschaft über die gesamten 90 Minuten waren die Platzherren, die von Beginn an viel Druck entwickelten. Aber die Saalestädter standen gut in der Defensive, spielten diszipliniert und zeigten sich bissig in den Zweikämpfen. Dennoch gab es Chancen für Jena, doch Torwart Kliem erwies sich als starker Rückhalt oder die Abschlüsse waren zu ungenau. Aber die SG wagte sich auch aus der verstärkten Deckung und zeigte dabei eine große Effektivität. Gleich der erste vielversprechende Angriff in der 39. Minute konnte nur durch Foul gestoppt werden. Den Freistoß von Gottschalk ließ Keeper Vorbrink prallen zu Fink, der aber zunächst scheiterte. Doch im zweiten Nachschuss war Hammerschmidt erfolgreich.

Jenapharm antwortete mit wütenden Angriffen, wollte noch vor der Pause den Ausgleich, biss sich aber immer wieder an der SG-Abwehr die Zähne aus. Daran änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts. Jena weiterhin spielbestimmend, aber bei vielen Finalpässen fehlte die Genauigkeit. Und wenn was aufs Tor kam, war Keeper Kliem zur Stelle und parierte glänzend. Auf der Gegenseite unterstrich Hammerschmidt in der 69. Minute seine Klasse und zirkelte eine Freistoß zum 0:2 ins lange Eck. Trotzdem gab sich die spielerisch bessere Heimelf nicht geschlagen, rackerte bis zum Schluss und versuchte alles, um wenigstens noch einen Zähler zu retten. Aber die Saalestädter stemmten sich mit viel Einsatz gegen den Anschlusstreffer und hatten selbst durch Wirth und Finke nach einer Ecke noch gute Ansätze, um die Führung auszubauen. Schließlich reichte es auch so für die Hirschberger, die sich damit für eine tolle Mannschaftsleistung belohnten und mit dem zweiten Sige in Folge Jenapharm in der Tabelle überholen konnten.

5. Spieltag SG FSV Hirschberg – SG TSV 1860 Ranis 1:0 (0:0)
Michael Kersten köpft SG LOK zum Sieg

Hirschberg. Die SG Hirschberg behielt gegen die SG Ranis knapp mit 1:0 die Oberhand und holte einen wichtigen Dreier. Dagegen warten die Burgstädter weiterhin auf den ersten Treffer und Punkt. Unterm Strich ist der Sieg der Platzherren aufgrund einer guten 1. Halbzeit nicht unverdient, auch wenn dieser Erfolg nach dem Wechsel am seidenen Faden hing und die Raniser dem Ausgleich immer näher kamen. Die Saalestädter kontrollierten in der 1. Halbzeit die Partie, waren präsenter in den Zweikämpfen, hatten mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile und gute Chancen, um in Führung zu gehen. Nachdem Finke (12.) per Kopf nach einer Ecke und Kersten (16.) bereits gute Ansätze besaßen, lag die Führung nur wenig später in der Luft. Nach einem Freistoß von Gottschalk kam Kersten an den Ball, der aber von Keeper Molle noch an die Latte gelenkt wurde. Dann vergab nach einem Steilpass von Wiechert der freistehende Gäbelein, doch er suchte nicht selbst den Abschluss. So war auch diese Möglichkeit vertan. Vor allem Gottschalk leitete mit seinen langen Bällen immer wieder gefährliche Aktionen ein. So fand er Gäbelein, doch sein Heber ging zwar über Torwart Molle, aber auch übers Tor (26.). Molle war es auch, der in der 40. Minute die Führung der Platzherren verhinderte. Nach einem Freistoß von Gottschalk parierte er gegen Gäbelein aus Nahdistanz im großen Stil. Ansonsten war von den Gästen vor der Pause in der Offensive nichts zu sehen. Nur Loth brachte eine gefährliche Hereingabe nach innen, doch Kliem ließ sich nicht überraschen (18.).

FSV-Trainer Frank Heinisch war zur Pause auch zufrieden: „Trotz des misslichen Wetters versuchen wir Fußball zu spielen, treten mit einer ganz anderen Körpersprache auf, nur das Tor fehlt“. Dieses Tor fiel in der 47. Minute. Nach Flanke von Gäbelein köpfte Kersten zur Führung ein, die bis dahin verdient war. Danach spielten aber die Saalestädter nicht mehr konsequent nach vorn, ruhten sich zu sehr auf der Führung aus, wurden auf einmal unsicherer. Die Liebers-Elf kam besser ins Spiel, konnte dieses immer mehr ausgeglichen gestalten. Den ersten Warnschuss gab Paul ab (62.). Drei Minuten später streifte ein Putensen-Schuss aus 25 Metern nur das Lattenkreuz. Und auch in der 79. Minute hatte die Heimelf das Glück auf ihrer Seite, denn Franke scheiterte am Pfosten. Auf der anderen Seite hatte Gottschalk die Entscheidung auf dem Fuß, schoss aber übers Tor (83.). So musste der FSV bis zum Schluss um den Sieg bangen. Denn Franke lief noch einmal allein aufs Tor, wurde aber von Torwart Kliem zu weit abgedrängt.

4. Spieltag SG SV Elstertal Silbitz II - SG FSV Hirschberg 3:1 (1:0)

Königshofen. Eigentlich hätte die SG Hirschberg nach dem Pokalsieg im Landespokal gegen Kerspleben mit breiter Brust das Spiel angehen können, doch davon war gegen den Aufsteiger wenig zusehen. Trainer Frank Heinisch sprach nach dem Spiel von einer „katastrophalen Leistung meiner Mannschaft, die viel zu wenig Druck nach vorn entwickelte und sich zu viele Fehler leistete. Somit war der Sieg der Silbitzer völlig verdient.“ Über fast die gesamte Spielzeit bekamen die Gäste kaum Zugriff auf das Spiel, da sie ein schwaches Zweikampfverhalten an den Tag legten. Dazu unterliefen ihnen im Spielaufbau und in der Defensive zu viele Fehler. So hatten die Silbitzer von Beginn die größeren Spielanteile und mehr Ballbesitz Immer wieder hebelten sie mit einfachen Mitteln die Gäste-Abwehr aus, sodass sich Keeper Kliem über mangelnde Arbeit nicht beschweren brauchte. Beim 1:0 in der 31. Minuten profitierten die Elstertaler von einem Ballverlust im Mittelfeld, Voitus wurde mit einem Pass in die Schnittstelle bedient, der aus 18 Metern traf. Hoffnung keimte bei den Saalestädtern in der 54. Minute auf, als Wiechert mit einem Fernschuss zum Ausgleich traf. Danach kam die Heinisch-Elf auch etwas besser ins Spiel, ohne sich zwingende Chancen zu erarbeiten. Bereits in der 63. Minute waren alle Hoffnungen zumindest auf einen Punktgewinn dahin. Nach einem langen Ball sah Hirschbergs Abwehr schlecht aus, was Svorc mit dem 2:1 bestrafte. Die endgültige Entscheidung fiel in der 85. Minute. In der SG-Abwehr fehlte die Abstimmung und Friedrich köpfte den Ball über Torwart Kliem ins Tor. Durch diese Niederlage fiel die SG Hirschberg auf Platz 9 zurück und steht im kommenden Heimspiel gegen die SG Ranis schon unter Zugzwang, wollen sie den Anschluss nicht verlieren.

2. Hauptrunde Thüringer Landespokal SG FSV Hirschberg – TSV Kerspleben 3:2 nach Elfmeterschießen (0:0, 0:0)
SG Hirschberg zieht ins Achtelfinale ein

Harra. Die SG Hirschberg hat das Achtelfinale im Landespokal erreicht. Im Duell zweier Kreisoberligisten setzten sich die Saalestädter gegen den TSV Kerspleben nach Elfmeterschießen mit 3:2 durch. Mann des Tages bei den Platzherren war Torwart Kliem, der nicht nur in der regulären Spielzeit mit Glanzparaden aufwartete und damit die Gäste zur Verzweiflung brachte, sondern auch im Elfmeterschießen einen Strafstoß hielt. Die Vorzeichen zu dieser Partie waren für die SG nicht die günstigsten, denn Hammerschmidt, Wiechert und Schau standen wegen Sperren aus der Pokal-Partie gegen Lumpzig nicht zur Verfügung. So war Trainer Frank Heinisch gezwungen seine Elf umzubauen. Dennoch begann die SG offensiv und hatte gleich nach wenigen Sekunden durch Fritzsche eine gefährliche Aktion, dessen Eingabe im letzten Moment geblockt wurde. Die erste Chance hatte der Gast durch Seefeld (9.), doch Keeper Kliem nahm ihm den Ball vom Fuß. In der Folge kam aber Kerspleben immer besser in Fahrt. Vor allem die agilen Ali Chebli, Sander und Seefeld waren kaum vom Ball zu trennen, die immer wieder mit Steilpässen bedient wurden. Als sich Ali Chebli auf der rechten Seite durchsetzte, verpasste Seefeld freistehend dessen Rückpass (17.). So war Kliem auf dem Posten beim Schuss von Sander (19.) und hatte Glück, dass Seefeld nur das Außennetz traf (21.). In dieser Phase lag die Gäste-Führung in der Luft. Die Saalestädter fingen sich aber wieder, kamen nach 30 Minuten wieder besser ins Spiel. Den ersten Torschuss gab Gottschalk (33.) per Freistoß ab, doch Keeper Otto ließ sich nicht überraschen. Im Gegenzug flankte Ali Chebli auf die Lattenoberkante. Die beste SG-Möglichkeit bot sich Kersten in der 37. Minute, doch nach Freistoß von Gottschalk setzte er den Kopfball neben das Tor. Auf der anderen Seite fand Chebli in Kliem wieder seinen Meister (39.). Kurz vor der Pause gab es noch einen Aufreger, als Schmitz im TSV-Strafraum umgestoßen wurde, doch der Pfiff blieb aus.

Ansonsten war Kerspleben die torgefährlichere Mannschaft, die im zweiten Abschnitt auf die Entscheidung drängte. Doch Keeper Kliem hielt mit mehreren Glanzparaden seine Farben im Spiel und rettete die SG in die Verlängerung, in der es ebenfalls torlos blieb. So fiel die Entscheidung vom Punkt. Hier hatte die Heinisch-Elf mit Lange, Kersten und Gottschalk die besseren Schützen. Während bei den Gästen nur Ali Chebli und Abdu Chebli trafen, die ansonsten zweimal verschossen und einmal am überragenden Kliem scheiterten.

3. Spieltag SG FSV Hirschberg – SV 1910 Kahla II 3:1 (1:1)

Harra. Der Erfolg im Landespokal gegen Lumpzig hat den Saalestädtern Auftrieb gegeben. Denn nach der klaren Niederlage zum Auftakt in Zöllnitz, standen sie im ersten Heimspiel gegen Kahla II etwas unter Zugzwang. So war Trainer Frank Heinisch erfreut über den Sieg, „zollte aber der Kahlaer Elf großen Respekt, denn die Gäste traten nur zu neunt an und waren ein fairer Verlierer. Da sich die Kahlaer um den Strafraum einigelten, war es für meine Mannschaft nicht immer einfach, die Lücke zu finden und zum Abschluss zu kommen.“. Die SG war von Beginn an gewillt, den ersten Dreier einzufahren, was ihr am Ende auch verdient gelang. Die Platzherren waren von Beginn an das spielbestimmende Team und gingen in der 13. Minute in Führung. Eine Flanke von Kersten köpfte Finke ein. Obwohl die Heinisch-Elf nachlegen wollte, fiel in der 24. Minute der überraschende Ausgleich. Nach einem Fehlpass in der Abwehr kam Eismann an den Ball, der mit einem 30 Meter Schuss ins untere Eck traf. Doch nur vier Minuten später ergab sich für Hirschberg die große Chance zur erneuten Führung. Aber Kahlas Keeper parierte einen Kopfball in starker Manier. Ansonsten verlor die SG nach dem Ausgleich etwas den Faden, passierte bis zur Pause nicht mehr viel. Im Zweiten Abschnitt spielte die SG wieder konzentrierter, nutzte die Breite des Platzes und geriet endgültig auf die Siegerstraße. Nach einer schönen Kombination über Wiechert und Müller erzielte Kersten das 2:1 (50.). Lange hätte nachlegen können, doch er scheiterte mit einem Strafstoß an Keeper Hölbig, der nicht nur in dieser Szene stark hielt. So war es Wirth vorbehalten, in der 65. Minute für die Entscheidung zu sorgen. Nach einer Ecke war es aus dem Gewühl per Kopf erfolgreich. Fast wäre die Partie noch einmal spannend geworden, denn die nie aufsteckenden Gäste hatten noch eine gute Chance (70.), doch Torwart Kliem lenkte den Schuss von Eismann an den Pfosten. 

Verbandspokal 1. Runde
SG kommt in Unterzahl verdient weiter
SG FSV Hirschberg / Rosenthal Blankenstein – SV Osterland Lumpzig 3:1 (2:1)

Hirschberg. Im Duell zweier Kreisoberligisten zog die SG Hirschberg vor 176 Zuschauern, darunter ein großer Anhang aus Lumpzig, in einer farbenfrohen Partie verdient in die 2. Runde des Verbandspokals ein. Es war von Beginn eine Partie auf Augenhöhe, in der die SG Hirschberg mit Ballkontrolle Sicherheit ins Spiel brachte und mit schnellen Kontern für Gefahr sorgte. Aber auch die Gäste spielten zielstreibig nach vorn und hatten durch einen Freistoß von Arifov (6.) die erste Möglichkeit, doch Kliem ließ sich nicht überraschen. Auf der anderen Seite brachte die erste Chance der SG die Führung. Einen Freistoß von Gottschalk köpfte Kersten ins lange Eck (13.). Nur drei Minuten später bediente der nicht zu stellende Hammerschmidt Kersten, der wiederum passte nach innen auf den langen Pfosten, wo zwischenzeitlich Hammerschmidt in Position lief und freistehend vollendete. In der Folge suchten aber die Gäste immer mehr die Offensive, drängten auf einen schnellen Anschluss. Aber Hennig verzog aus halblinker Position (19.) und der allein aufs Tor laufende Arifov, legte noch einmal ab, statt selbst den Abschluss zu suchen. Der gleiche Spieler machte aber die Partie durch einen Foulstrafstoß wieder spannend (32.). Die SG versuchte zwar in dieser Phase weiter Nadelstiche zu setzen, doch den Finalpässen fehlte die Präzission.
Nach der Pause zog immer mehr Hektik ins Spiel ein, das farbenfroher wurde. Zunächst musste der auf der SG-Bank als Wechselspieler sitzende Schau mit Rot vom Platz (49.). Danach hätte Finke den alten Abstand wieder herstellen können, doch er trifft den Ball nicht richtig (55.). Nach einem Zweikampf mit Gottschalk flog der Lumpziger Däring ebenfalls mit Rot vom Platz (58.). Nur wenig später was das numerische Gleichgewicht wieder hergestellt, denn Wiechert sah die Ampelkarte (64.). Lumpzig wollte dies nutzen, warf alles nach vorn. Doch bis auf einen Freistoß von Arifov, der knapp das Ziel verfehlte, sprang nichts heraus. Stattdessen setzten die Platzherren den entscheidenen Konter durch Hammerschmidt (71.), der zwei Minuten später mit Rot ebenfalls vom Platz musste. Lumpzig versuchte zwar noch einmal alles, aber ihre Aktionen waren nicht zwingend genug. Auf der anderen Seite war die SG dem vierten Treffer näher.
Text: Uwe Friedel



Bild (otz.de): Schiedsrichter Christopher Jänike aus Jena, der in der sonst eigentlich fairen Partie 8 gelbe Karten und 4! Platzverweise aussprach.

 
 
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